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News

2025-12

Das Rollenspiel vom Nikolaus im KiFaz Ulner Dreieck

Akt 1
Vor vielen 100 Jahren, lebte ein reiches Ehepaar in Patara, der heutigen Türkei Sie wünschten sich sehnlichst ein Kind und beteten deshalb zu Gott. Gott schenkte ihnen nach langer Zeit ein Kind. Sie nannten ihn Nikolaus. Als kleines Kind half Nikolaus Menschen, die in Not waren. Er ging oft in die Kirche, erzählte den Menschen viel über die Liebe Gottes und so wurde er, als er groß war, zum Priester geweiht. Nach der Weihe zum Priester starben Nikolaus Eltern. Nikolaus verteilte darauf immer wieder sein Geld an die Armen.

Nikolaus hatte einen armen Nachbarn, der drei Töchter hatte. Nikolaus bekam mit, dass sein Nachbar Geld für die Hochzeit der drei Mädchen brauchte. Nikolaus wollte seinem Nachbarn und den Mädchen helfen. So schlich sich Nikolaus an drei aufeinanderfolgenden Nächten hinüber zu seinem Nachbarn und legte Geld in dessen Haus. So sorgte Nikolaus dafür, dass die Mädchen heiraten konnten.

Akt 2
Jahre später geschah es, dass in Myra der alte Bischof gestorben war und alle Bischöfe sich trafen, um einen neuen zu ernennen. Eines Nachts sprach Gott zu einem der Bischöfe im Traum: „Wer morgen zum Gottesdienst als erster die Kirche betritt, den sollt ihr zum neuen Bischof ernennen!“ Am nächsten Morgen betrat Nikolaus als Erster die Kirche. Er wusste gar nicht wie ihm geschah. Man erzählte Nikolaus, dass Gott ihn ausgewählt hatte der neue Bischof von Myra zu werden. Und so geschah es. Als Bischof war Nikolaus sehr beliebt. Vor allem bei den Kindern und armen Menschen. Jeder konnte zu ihm kommen und ihm seine Sorgen und Wünsche anvertrauen.

Akt 3
Einmal herrschte überall eine schreckliche Hungersnot, es hatte schon lange nicht mehr geregnet und das Korn wurde knapp. Die Menschen in Myra gingen zu Nikolaus und baten ihn, ihnen zu helfen. Nikolaus kniete sich nieder und betete zu Gott, Gott sprach zu ihm: „Gehe morgen früh zum Hafen, dort wird ein Schiff anlegen!“ Am nächsten Morgen machte sich Nikolaus auf den Weg zum Hafen. Dort legte gerade ein Handelsschiff an, das voll mit Korn war für den Kaiser. Nikolaus sprach mit dem Kapitän, dass er Korn für sein Volk brauchte. Der Kapitän sagte, er könne Nikolaus nichts geben; es sei alles abgewogen und für den Kaiser bestimmt, er würde sie sonst bestrafen. Nikolaus versprach dem Kapitän, dass ihm kein Korn fehlen würde, wenn sie beim Kaiser ankämen. Mit Bedenken willigte der Kapitän ein und gab ihm einen Sack Körner. Es geschah ein Wunder: Das Korn in diesem Sack wurde nicht weniger, Nikolaus verteilte das Korn gerecht und jeder wurde satt. Es blieben auch Körner für die Aussaat übrig. So wurde die Hungersnot überstanden. Die Menschen dankten ihm.

Jedoch das wunderlichste war: Als das Handelsschiff beim Kaiser ankam, fehlte tatsächlich kein einziges Korn.

Heute:
Nikolaus half vor allem den Kindern in der Not und deshalb bekommen Kinder an seinem Gedenktag, den 06.12. kleine Geschenke.

In diesem Rollenspiel durften die Kinder am Freitag den 05.12.2025 die Geschichte nachspielen. Unsere Kollegin Kristin Walter erzählte die Geschichte. Voller Aufregung und Freude verteilte dann der Nikolaus kleine Geschenke an die Kinder.
 


2025-10

Ein naturnahes Außengelände in der Evangelischen Kindertageseinrichtung Pusteblume

Die Kinder der Kita Pusteblume können sich ab August über ein neues Außengelände freuen.

Für die Umgestaltung der Außenspielfläche gab es viele gute Gründe:

Im Laufe der letzten Jahre entsprachen manche Spielgeräte nicht mehr den Sicherheitsstandards und wurden deshalb abgebaut. Auch mussten einige Bäume gefällt werden und im Hochsommer trockneten Teile der Flächen aus und es entstand viel Staub.

Desweiteren hat sich der pädagogische Blick auf den Außenspielbereich einer Kita im Zuge der Bildung für nachhaltige Entwicklung gewandelt. Meist wurde vorher ausschließlich ein Spielplatz geplant und das Potenzial eines Außengeländes als weiteren Bildungsraum wurde nicht voll ausgeschöpft. Ein naturnahes Außengelände sorgt außerdem durch natürliche Beschattung, heimische Bepflanzung und biologische Vielfalt für mehr Klimaschutz. Die Kinder erleben in einem anregendem Außenraumkonzept mit Nischen für Bewegung, Bauen Rollenspiel, Rückzug, Hochbeeten und einer Außenwerkstatt mehr Möglichkeiten selbsttätig zu werden und entdecken immer wieder neue Spielmöglichkeiten. Durch unterschiedliche Elemente wie etwa Wasser, Steine und weitere Baumaterialien sammeln sie vielfältige Erfahrungen mit allen Sinnen in einem besonderen Naturraum.

Nach diesen konzeptionellen Vorüberlegungen und Gesprächen auch bezüglich der Finanzierung mit dem Träger, der Kirchengemeinde, dem Gartenamt und unterschiedlichen Firmen konnte das Projekt starten. Wir entschieden uns zur Zusammenarbeit mit einem Betrieb, der die Gestaltung eines klimaresistenten Außengeländes professionell anbietet.

Seit dem Frühjahr 2025 war das Außengelände der Pusteblume eine Baustelle, Elternbeirat, Eltern und Kinder wurden informiert und miteinbezogen. Es war spannend für die Kinder die „Baustelle“ zu beobachten und mit zu begleiten. Viele Wünsche der Kinder konnten erfüllt werden, wie etwa mehr Klettermöglichkeiten, eine neue Rutsche und das Spiel mit Wasser. Nur dem Wunsch nach einem großen Pool konnten wir natürlich nicht entsprechen!

Das Ergebnis ist gelungen: Eine kleine Oase in der Mitte von Wieseck. Die ohnehin sehr großzügige Spielfläche mit Angrenzung an den Friedhof bietet jetzt noch mehr Lebensraum für Tiere und vermittelt den Kindern vor allem die Natur als Lebensgrundlage schätzen zu lernen. 

Am 19.9.25 feierten wir ein Herbstfest um unser neues Außengelände einzuweihen!

Eure Kita Pusteblume


2025-09

Eröffnungsfeier des Evangelischen Kinder-& Familienzentrum Paulus

Am 12.09.2025 war es endlich soweit. Das Evangelische Kinder- & Familienzentrum Paulus wurde offiziell eröffnet. Es sind viele Menschen, Groß und Klein, gekommen um mit uns die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten zu feiern. Nach der Andacht und den Grußworten im Außengelände, mitgestaltet durch die Singflöhe der Gesamtkirchengemeinde Gießen Nord, sowie dem Posaunenchor waren alle Gäste zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die neuen Räumlichkeiten konnten besichtigt werden, eine Foto Box wurde rege genutzt und für die Kinder gab es Luftballons, schminken und Buttons zum selbst machen. 

An dieser Stelle ein Dankeschön für alle guten Wünsche und ein Dankeschön an all die Menschen die uns unterstützt haben. 

Die Zentrale Pfarreivermögensverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hat das Projekt als Bauherr und Planer gemeinsam mit der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Gießen-Nord und dem Evangelischen Dekanat Gießen realisiert. Die Kita ist Ende Juni eingezogen, das Familienzentrum und die Beratungsstelle des Vereins AKTION – Perspektiven für junge Menschen und Familien e.V. stärken seit Juni die soziale Infrastruktur im Quartier.

 

Eure Kita Paulus


2025-08

Wie eine Wurzel Kinder zum Teilen bringt...

Sind Kinder von „Natur aus“ dankbar? Kinder lernen am Modell, heißt, sie lernen von ihren Vorbildern, das ist als erstes das soziale Umfeld, in dem sie groß werden, wie Eltern, Geschwister, Großeltern. Wenn die Kinder zu Hause Dankbarkeit erleben, können Sie dies erlernen und umsetzen. Auch in der Kita oder Krippe haben die Kinder die Möglichkeit, Dankbarkeit zu hören, zu erleben und auszuleben. Praktisch wird dies in Kleinigkeiten, wie wenn in der Krippe ein Kind mir als Person etwas in die Hand gibt, sage ich: „Danke!“, wenn ich es ihm wieder zurück gebe sage ich: „Bitte!“ So lernen die Kinder schon sehr früh, Worte mit Inhalt zu füllen. Grundsätzlich teilen Kinder meist gerne, jedoch gibt es verschiedene Entwicklungsphasen, in denen auch Zeiten sind, wo sie nicht gerne teilen. All das gehört zu einer gesunden Entwicklung. 

Gerne nehme ich euch mal mit in unseren Alltag, wo uns „Danke-Situationen“ begegnen. Hier ein Beispiel: Drei Vorschulkinder rennen draußen durch den Garten, ein Kind stolpert dabei über eine Wurzel, die unser Hausmeister daraufhin freilegt und dafür sorgt, dass keine weiteren Unfälle passieren. Dabei zerbricht die Wurzel in mehrere Teile. Da viele der Kinder gerne Sachen sammeln, hat sich ein anderes Kind die größten Wurzelteile genommen, ein drittes Kind hat sich die verbliebenen kleinen Wurzelteile geschnappt. Nun war für das Kind, was über die Wurzel gestolpert ist aber klar, dass die Wurzel doch ihm gehöre, da er ja darüber gestolpert ist. Netterweise hat der eine Junge die großen Wurzelstücke an den Stolperer abgegeben. Der Junge mit den kleinen Wurzelstücken ging daraufhin zu ihm, zeigte ihm seine Wurzelstücke und sagte zu ihm, dass er sich welche aussuchen kann. Das Angebot hat er gerne angenommen.

Dankbarkeit ist in der Kita ein wichtiges Thema, welches sich positiv auf die soziale Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder auswirkt. Sie gewinnen dadurch eine positive Grundeinstellung zum Leben.

Dankbarkeit und Teilen ist für uns als pädagogische Fachkräfte mehr als ein „Erziehungsziel“, wir identifizieren uns auch anhand unseres Glaubens damit, dass wir dankbar sind. Wir beten mit den Kindern vor dem Essen, singen gemeinsam Lieder wo wir Gott danken, dass er uns so gemacht hat, wie wir sind und dass er immer bei uns ist. Somit teilen wir unseren Glauben und geben diesen Weiter. Woher wissen wir, dass es bei den Kindern auch ankommt? Gerne nehme ich euch wieder mit, anhand eines Beispiels aus dem Alltag: Natürlich feiern wir die Geburtstage auch in der Kita. Wer möchte, kann dem Geburtstagskind gratulieren. Ein Junge, zufällig der, der wie oben beschrieben so wohlwollen die Wurzeln geteilt hat, ging zu dem nun 5-jährigen Kind hin und sagte zu ich: „Ich wünsche dir zum Geburtstag alles gute und Gottes Segen und dass Gott immer bei dir ist!“ 

Mit diesen Worten möchte ich euch selbst dazu ermutigen, eure Dankbarkeit auch in Worten zu teilen, damit diese weitergegeben werden können.

Eure Carmen Jung vom Ev. KiFaz Stephanus